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-WIR ZÜCHTEN FAIR, STANDARD- UND TIERSCHUTZKONFORM-

Starwitzer in den Farben rotfahlschimmel mit Binden, rotfahl mit Binden und rotfahlgehämmert

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1. Zuchtlogik der Farbe in drei Farbenschläge: Die Farbenschläge Rotfahlschimmel mit Binden, Rotfahle mit Binden und Rotfahlgehämmert stehen in einem engen züchterischen Zusammenhang. Sie ergänzen einander genetisch und bilden eine notwendige Verpaarungsgruppe, um Farbe, Zeichnung und Aufhellung stabil zu erhalten.

Empfohlene Verpaarungen: • Rotfahlschimmel × Rotfahl: Diese Paarung gilt als züchterisch sinnvoll und bewährt. Sie fördert eine klare, rahmfarbige Grundfarbe und eine saubere, weinrote Bindenzeichnung. • Rotfahlschimmel × Rotfahlschimmel: Wird von einigen Züchtern praktiziert und ist möglich. Wichtig: In der Zuchtzusammenstellung sollten Tiere mit rotem Schwanzspiegel unter dem Schwanz berücksichtigt werden. Dieser unterseitige Spiegel ist kein Bewertungsmangel, solange er von oben nicht sichtbar ist. • Rotfahlgehämmert × Rotfahl: Diese Paarung ist aus fachlicher Sicht zu bevorzugen, da sie Farbe und Aufhellung harmonisiert und die Hämmerung klarer herausarbeitet. • Rotfahlgehämmert × Rotfahlgehämmert : Ist jedoch weniger zielführend als die Paarung mit Rotfahl, da die Grundfarbe bei reiner Hämmerungspaarung oft nachdunkelt.

2. Farb- und Zeichnungsmerkmale der Rotfahlschimmel: Rotfahlschimmel gehören mit zu den attraktivsten Farben im Starwitzer-Bereich. Ihr Erscheinungsbild lebt von Helligkeit, Reinheit und einer klaren weinroten Schimmel - Zeichnung. (bei schön geblasenen Kropf zeigt sich eine fein verteilte sprenkelartige Zeichnung) Grundfarbe • Kopf- und Körperfarbe hell bis rahmfarbig • Flügelschilder weißlich und möglichst rein, ohne Wolkigkeit oder Ruß • Schwingen weißlich, mit weinroter Pigmentierung in den Innenfahnen • Schwanz ohne Schwanzbinde. Binden und Halsfarbe: • Binden satt weinrot, durchgehend und klar abgegrenzt • Halsgefieder:  Federn an Grund und Spitze hell im Mittelteil farbig, mit zartem, intensivem, gleichmäßig rotschillerndem Ton. Kropfzeichnung: Nach polnischer Auffassung als „Schimmel“ bezeichnet, sollte die Zeichnung beim geblasenen Kropf fein verteilt als Sprenkelung sichtbar werden. Eine grobe oder fleckige Zeichnung wirkt unharmonisch. Schnabelfarbe: Im EE Standard dunkelhornfarbig definiert. Ein schwarzer Schnabel wird lt. ISC - Beschluss toleriert und hat keine negativen Auswirkungen auf die Bewertung.

3. Farb- und Zeichnungsmerkmale der Rotfahlen: Rotfahle zeigen eine harmonische Verbindung aus farbintensiver Zeichnung und heller Grundfarbe. Farbmerkmale • Kropfgefieder und Binden farbintensiv, ideal kräftiges Weinrot • Deckenfarbe mehlfarbig, Kopf hell absetzend • 0,1 im Gesamtbild etwas dunkler zulässig, jedoch ohne bläulichen Anflug • Schwanz ohne Schwanzbinde • Unterseitiger Schwanzspiegel erlaubt, oberseitig ein Mangel

4. Farb- und Zeichnungsmerkmale der Rotfahlgehämmerten: Der Farbenschlag ist seltener, besitzt jedoch deutliches Entwicklungspotenzial. Zeichnung und Farbe • Grundfarbe ähnlich den Rotfahlen, jedoch mit gleichmäßiger, markanter und mit kräftiger roter Hämmerung bzw. mit klarer Flügelzeichnung • Bauch, Schenkelgefieder, Schwingen und Schwanz können hell gräulich absetzen • Ein bläulicher Bauch oder bläuliches Schenkelgefieder ist unerwünscht und züchterisch zu korrigieren. Geschlechtsbedingte Farbunterschiede, wie bei den Rotfahlen: • 1,0 etwas heller • 0,1 leicht dunkler zulässig. Zuchtstandsbezogene Bewertung: Da die Züchterschaft dieses Farbenschlags noch klein ist, sollte die Bewertung zuchtweisend und mit zeitlichem Spielraum erfolgen. Dies ist ein fachlicher Vorschlag an die Preisrichter, um die Entwicklung des Farbenschlags zu fördern.

5. Schlussbemerkung: Die drei Farbenschläge bilden eine logische Einheit, deren gezielte Kombination entscheidend für Farbe, Zeichnung und Aufhellung ist. Insbesondere die Rotfahlgehämmerten benötigen weiterhin zuchtlenkende Unterstützung, um ihr Potenzial vollständig zu entfalten. H.S.