News vom internationalen Starwitzer Club e.V.
Farben und Zeichnungsvarianten in rezessiv Rot
Starwitzer Flügelsteller in rezessive Rote – Farbenschläge.
Die rezessiv roten Starwitzer Flügelsteller - Varianten stellen innerhalb der Rasse eine farblich und genetisch klar definierte Gruppe dar. Anerkannte Zeichnung und Farbvarianten:• Rot (einfarbig) • Rot - Weißschwingig • Rot - Geelstert • Rot -Tiger. Diese vier Varianten bilden die gesamte Palette der roten Farbenschläge innerhalb der Rasse. Verbreitung und züchterische Situation: Die roten Starwitzer werden in Europa von einer vergleichsweise kleinen, aber engagierten Züchtergruppe gezüchtet. Zuchtgebiete liegen derzeit in: • Tschechien • Polen • Slowakei • Österreich • Tunesien und Deutschland. Innerhalb dieser Regionen sind vor allem die einfarbig Roten sowie die Rot Weißschwingigen verbreitet und werden kontinuierlich gezüchtet. Die Varianten Rot - Geelstert und Rot-Tiger müssen hingegen als seltene Zeichnungsformen eingestuft werden. Ihre Zuchtbasis ist klein, und die Zahl der jährlich gezeigten Tiere bleibt gering. Der Internationale Starwitzer Club fördert diese seltenen Zeichnungsvarianten ausdrücklich – in allen Farben. Die Förderung umfasst: • zuchtweisende Bewertungen, • fachliche Beratung, • gezielte Unterstützung bei der Paarungsplanung, • langfristige Stabilisierung der Zeichnungsmerkmale. Damit trägt der Club wesentlich zur Erhaltung der genetischen Vielfalt innerhalb der Rasse bei. Farb- und Glanzmerkmale der roten Starwitzer zeigen: • eine satte, warme, ruhige Rotfärbung, • eine vollständige Durchfärbung vom Kopf bis zum Schwanz (einfarbige, weißschwingige), • einen gleichmäßigen, leicht rotvioletten Glanz im Kropfbereich. Der Augenrand soll fleischfarbig bis rot erscheinen. Zeichnungsvarianten im Detail: 1. Rot - Weißschwingig • Weißanteil ausschließlich in den Handschwingen. • 4 bis 9 weiße Schwingen sind zulässig. • Zwischen rechter und linker Seite dürfen maximal zwei Schwingen Unterschied bestehen. • Optimal ist die klassische Verteilung 7/7, 6/6. • Die übrige Befiederung muss rein rot und gleichmäßig durchgefärbt sein. 2. Rot - Geelstert • Typische Elsterzeichnung mit klar abgegrenzten Farbflächen. • Die Kopfschnippe soll nicht zu groß sein. • Sie beginnt an der Schnabelwarze, darf aber nicht bis an die Augenränder oder Schnabelwinkel reichen. • Die Zeichnung muss ruhig, geschlossen und farblich homogen wirken. 3. Rot-Tiger • Der Körper zeigt eine gleichmäßige, feine Tigerung. • Schwingen, Bauch, Schenkel und Schwanz bleiben rein rot. • Der Weißanteil der Tigerung darf nicht überhandnehmen. • Zuchtweisend wird empfohlen, die Tigerung regelmäßig durch Paarungen mit einfarbig Roten zu stabilisieren, um ein Überwiegen des Weißanteils zu verhindern. Zuchtziel und Standardwirkung: Alle rezessiv roten Varianten sollen im Idealfall: • eine ruhige, warme, satte rote Farbe, • einen gleichmäßigen Glanz, • eine klare, korrekte Kopf- und Schnabelzeichnung (Wachsschnabel), • sowie einen typische Starwitzer - Gesamteindruck zeigen. Die Kombination aus Farbreinheit, Glanz, Zeichnungspräzision und Rasseausdruck macht die roten Starwitzer zu einer anspruchsvollen, aber äußerst attraktiven Farbgruppe innerhalb der Rasse. Hartmut Schulz












